Wer wir sind ...

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Mehr als 100.000 Kinder und Jugendliche vertreten ihre Interessen im Deutschen Jugendrotkreuz (JRK), dem Kinder- und Jugendverband des Deutschen Roten Kreuzes. Sie zu fördern und junge Menschen an das Ideengut des Roten Kreuzes heranzuführen ist Ziel der Aktivitäten des Jugendrotkreuzes.  

Die sieben Rotkreuzgrundsätze Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität sind die zentrale Grundlage für unsere Arbeit.  

In einem humanitären Erziehungsfeld gleichberechtigt Gemeinschaftsfähigkeit, soziale und politische Mitverantwortung und die Fähigkeit zu kritischer Mitarbeit erleben Kinder und Jugendliche im JRK durch seine Erziehungs- und Bildungsarbeit. Durch freiwillige Mitarbeit an unterschiedlichen Aufgaben lernen die Kinder und Jugendlichen, Verantwortung für sich selbst und für andere zu übernehmen. Herausragende Ziele der Arbeit des Jugendrotkreuzes sind: 

  • soziales Engagement
  • Einsatz für Gesundheit und Umwelt
  • Handeln für Frieden und Völkerverständigung
  • Politische Mitverantwortung

Innerhalb seiner Zielvorstellungen arbeitet das Jugendrotkreuz mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, mit Jugendverbänden und Initiativen und mit anderen anerkannten Trägern der Jugendhilfe zusammen. Das JRK ist mit den Jugendorganisationen aller nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften verbunden. Insbesondere pflegt es die Verständigung mit der Jugend aller Nationen durch Kontakte, Begegnungen und gemeinsame Aktionen. 
  

Organisatorischer Aufbau 

Grundsätzlich ist das Jugendrotkreuz auf Orts-, Kreis-, Landes- und Bundesebene vertreten. Die jeweiligen Ebenen wählen ihre Vertreter und entsenden diese in die nächst höhere Verbandsstufe. Die ehrenamtlichen JRK-Landesleiter sind Mitglieder im JRK-Bundesausschuss und dem jährlich einmal tagenden Bundesdelegiertentag. 

Die Leiter der jeweiligen Verbandsebenen sind zugleich Mitglieder der entsprechenden Vorstände oder Präsidien des Deutschen Roten Kreuzes. Der Bundesleiter des Jugendrotkreuzes vertritt den Jugendverband im Präsidium des Deutschen Roten Kreuzes. 
Die pädagogische Arbeit wird von den hauptberuflichen LandesreferentInnen und den BildungsreferentInnen in den 19 Landesverbänden bundesweit getragen. Das Aufgabengebiet der BildungsreferentInnen besteht besonders in der Ausbildung von Multiplikatoren für die Jugendverbandsarbeit. 
  

Perspektiven 

Das Jugendrotkreuz hat 1995 ein Konzept zur Zukunftsgestaltung entwickelt, mit dem Ziel, ein eigenes, unverwechselbares Profil als Jugendverband zu schaffen, sowie 1996 Leitsätze für das Jugendrotkreuz entwickelt, denen sich mittelfristig konkrete Umsetzungsschritte für eine weiterhin moderne und attraktive Jugendarbeit anschließen werden. 

Die Mitgliederumfrage im Rahmen des Zukunftsprozesses zeigt eine überdurchschnittlich hohe Identifikation der Mitglieder mit ihrem Jugendverband, die Zukunftschancen werden allgemein gut beurteilt. Die Befragung im Frühjahr 1996 im Rahmen des JRK-Zukunftsprozesses zeigt eine stabile Mitgliedschaft mit weiterhin leicht steigender Tendenz. Natürlich bestehen regionale Unterschiede, während in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen nur 300-500 Mitglieder gemeldet sind, gibt es in den großen Flächenbundesstaaten zwischen 5.000 und 15.000 aktive Mitglieder. Viele JRK-Mitglieder engagieren sich zusätzlich gesamtverbandlich und sind auch zur Übernahme von Leitungsämtern bereit und qualifiziert. 

Im internationalen Bereich konzentriert sich das Jugendrotkreuz auf Projekte zum Aufbau von Kinder- und Jugendverbandsstrukturen in Osteuropa, besonders in Kroatien, Russland, Tschechien und auch Serbien. 
  

Publikationen 

  • „Jugendrotkreuz - Das Magazin" - ist die Zeitschrift des Deutschen Jugendrotkreuzes für Mitglieder, interessierte Jugendliche und junge Leute. Sie informiert umfassend über Verbands- und jugendpolitische Themen und Perspektiven.
  • JRK-Youth-Letter - Infodienst für Leitungskräfte im Jugendrotkreuz
  • Deutsches Jugendrotkreuz (Hrsg.) Farbe bekennen - Menschlichkeit zeigen für benachteiligte Kinder, Arbeitshilfe zum Jahresthema, Teil I für GruppenleiterInnen, Bonn 1996 (zur Zeit vergriffen)
  • Farbe bekennen - Menschlichkeit zeigen für Kinder mit Behinderungen, Arbeitshilfe zum Jahresthema für GruppenleiterInnen; Teil II, 1996 (zur Zeit vergriffen)
  • Deutsches Jugendrotkreuz (Hrsg.) Rahmenkonzeption „Jugendrotkreuz und Schule", 1996
  • Unterrichtseinheiten für Lehrkräfte der Sekundarstufe I/II
    • "Menschlichkeit statt Fremdenfeindlichkeit", (1993) - vergriffen
    • "Kinder als Konfliktopfer" (1995) - vergriffen
    • "Un-behindert miteinander" (1996)  - vergriffen
    • "Helfen statt zuschauen" (1997)
    • "Die weltweiten Kinderrechte" (1998)
    • "Kinder als Soldaten" (1999)

Geschichtliches 

Um auch junge Menschen mit dem Gedankengut des Roten Kreuzes vertraut zu machen, rief 1925 das Deutsche Rote Kreuz das Jugendrotkreuz ins Leben. Es fand schnell Anklang in den Schulen, so engagierten sich ganze Schulklassen für soziale Dienste wie z.B. Betreuung behinderter Kinder und älterer Menschen oder halfen im Krankenhauspflegedienst. Bis heute ist die Jugendrotkreuz-Schularbeit eine zentrale Aufgabe des Jugendverbandes: In vielen Schulen gibt es eigene Schulsanitätsdienste, die bei Unfällen fachkundig zu helfen wissen und natürlich darüber aufklären, was im Notfall zu tun ist. Darüber hinaus bietet das Jugendrotkreuz den Lehrkräften zahlreiche Unterrichtsmaterialien zu Themen wie Katastrophenhilfe, humanitäres Völkerrecht, Fremdenfeindlichkeit, Kinder als Konfliktopfer und Integration von Kindern mit Behinderungen an. 

Im Laufe der 50er Jahre entwickelte sich das Jugendrotkreuz immer stärker zu einem eigenständigen Jugendverband. Seine Arbeit verlagerte sich zunehmend aus der Schule in die außerschulischen Jugendrotkreuzgruppen. Seit Anfang der 70er Jahre versteht sich das JRK als selbstverantwortlicher Jugendverband. Anfang 1991 fand auch im Deutschen Roten Kreuz die Vereinigung mit den fünf neuen östlichen Landesverbänden statt. Gegenwärtig hat das JRK rund 100.000 Mitglieder im Alter von 6 bis 27 Jahren, die bundesweit in etwa 5.500 Kinder- und Jugendgruppen organisiert sind. 

Die Jugendrotkreuz Bundesstelle 

Das Team Jugendrotkreuz im Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes bietet als Servicestelle für die Verbandsgliederungen ein breites Seminar-, Aktions- und Informationsangebot. Über das Team Jugendrotkreuz können auch Bundesmittel, öffentliche Gelder z.B. für internationale Jugendbegegnungen oder Studienfahrten beantragt werden. Acht MitarbeiterInnen des Teams setzen sich dafür ein, daß das „JRK auch zukünftig eine Quelle für Innovation moderner Rotkreuzkultur bleibt" und „Kindern und Jugendlichen in altersgerechter Form mit den Methoden moderner Jugendarbeit ein umfassendes Mitwirken in der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ermöglicht wird." (JRK-Leitsätze Nr. 6 und 8,1997)